Archiv für die Kategorie ‘Aktion 44’

Türchen 7: Gebrauchsinformation für den Planeten Erde

Dezember 7, 2009

„Liebe Benutzerin, lieber Benutzer!

Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen enthält, die Sie bei der Benutzung des Planeten Erde berücksichtigen sollten.“

Gebrauchsinformation für den Planeten Erde

Auszug aus der Gebrauchsinformation „Atmosphäre“:

————————————————————————————————————-

Zusammensetzung: Die Erdatmosphäre ist die Lufthülle der Erde. Sie ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen, besonders Stickstoff und Sauerstoff, und weist mehrere deutlich unterscheidbare Schichten (Sphären) auf. (…) Die Atmosphäre ist etwa 100 km dick. Im Größenvergleich ist die Atmosphäre der Erde nicht dicker als die Schale eines Apfels, doch ohne diese Lufthülle wäre die Erde so unwirtlich wie der Mond.

Anwendungsgebiete: Atmung, Luftfahrt, Windkraft

Gegenanzeigen: keine

Unerwünschte Nebenwirkungen:

Klimawandel durch Anstieg des natürlichen Treibhauseffekts: Ohne ihre Lufthülle wäre die Oberflächentemperatur der Erde unter dem Gefrierpunkt. Spurengase wie Wasserdampf, CO2 und Methan werfen die von der Oberfläche abgegebene Wärmestrahlung zurück auf die Erde. Die weltweite Durchschnittstemperatur liegt deswegen bei +15°C. Diese „natürliche Heizung“ wird seid der Industriellen Revolution durch den bisherigen Anstieg der CO2-Konzentrationen von 280 ppm (1750) auf mehr als 380 ppm (2007) angefacht. (…)

Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung:
… Kyoto-Protokoll: Das Kyoto-Protokoll aus dem Jahre 1997 ist bisher das einzige Klimaschutzabkommen mit konkreten verbindlichen Vorgaben für die Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase. … Im Kyoto-Protokoll haben sich die Unterzeichnerstaaten auf eine COs-Reduzierung um durchschnittlich 5% bis 2012 geeinigt. Das nächste Klimaabkommen soll 2009 in Kopenhagen verabschiedet werden. (…)“

———————————————————————————————————-

Desweiteren enthält die Gebrauchsinformation Hinweise zu

  • grundlegenden Massnahmen zur Vermeidung von CO2
  • klimafreundlicher Fortbewegung
  • alternativen Antriebstechniken
  • Autos der Zukunft
  • klimafreundlichem Wohnen & Energiespartipps

Wir sind was wir tun! und: „Was alle Menschen angeht, können nur alle lösen“ (Friedrich Dürrenmatt)

Ob die Politiker, die ab heute bis zum 18.Dezember auf der Weltklimakonferenz von Kopenhagen beraten, wer welchen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten soll, diese Gebrauchsinformation gelesen haben oder den Satz aus Dürrenmatts „Die Physiker“ kennen?

Die Online-Version der Gebrauchsinformation soll bald erreichbar sein unter: www.neongruen.net Dort wird es demnächst auch einen Webshop geben, über den die Print-Version bestellt werden kann. Ich habe „meine“ Gebrauchsinformation kostenlos im GEA-Laden in München  erhalten.

Die Rechnung

November 17, 2009

Du bist die Zukunft – Keep your energy!

November 15, 2009

Der LBV (Landesverbund für Vogelschutz) hat die Broschüre „Keep my energy“ herausgegeben. Sie richtet sich an Jugendliche, mit folgendem Ziel:

Die Broschüre „soll Dir die Energie geben, um Dich aufzulehnen, gegen all den shi*, der uns von Industrie, Politik und gedankenlosen Menschen hinterlassen wird. Sie soll Dich ermutigen, ihre Energiewirtschaft zu kritisieren. Denn Du bist die Zukunft – Keep your energy! Sie soll zeigen, warum Atomkraftwerke nicht die Alternative sind. Sie soll zeigen, wie wir Energie einsparen können, ohne verzichten zu müssen, und wie wir damit den Klimawandel bremsen können. Und vor allem soll sie zeigen, wie Du auch andere überzeugen kannst, dass es leicht ist, eine strahlende Zukunft zu schaffen.“

Die Broschüre zeigt auf die Auswirkungen der Energieverschwendung, wann wo Energie verbraucht wird, woher Energie überhaupt kommt = welche Energiequellen es gibt und enthält Tipps zu Energiesparmöglichkeiten. „Tipps, mit denen man ohne Verzicht energiesparend leben kann.“

Und sie rät: „Einfach anfangen.“ Da möchte ich noch ein Ausrufezeichen dransetzen!

Als pdf-Datei kann die Broschüre „Keep my energy“ abgerufen werden auf der Homepage des LBV www.lbv-muenchen.de unter „Umwelttipps“ –> „Klimaschutz“ oder direkt unter folgendem Link: http://www.lbv-muenchen.de/Arbeitskreise/Umweltbildung/umwelttipps/Keep.My.Energy.pdf

Let’s make money – aber auf wessen Kosten?

September 11, 2009

Ich komme gerade aus dem Kino. Der Stadtverband der Grünen in München hatte eingeladen, zum Film „Let’s make MONEY“, mit folgenden Worten:

„Let’s make MONEY folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird. Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems.“

Der Film kam letztes Jahr in die Kinos, seit diesem Juni ist die DVD im Handel, auch gibt es ein Buch zu diesem Dokumentarfilm. Und eine Webseite auch: www.lets-make-money.info

Habt ihr den Film gesehen? Falls nicht, schaut ihn euch an! Hier ist der trailer:

Unsere Erde braucht uns

Juni 10, 2009

Am 5. Juni war Weltumwelttag. „Your planet needs YOU! UNite to combat climat change“ lautete das diesjährige Motto.

Erschienen ist an diesem Tag der Film „HOME“, ein ganz besonderes Projekt:

„In den 200.000 Jahren seiner Existenz hat der Mensch ein Gleichgewicht gestört, das sich in 4 Milliarden Jahren entwickelt hat. Der Preis dafür ist hoch, doch es ist zu spät, um sich Pessimismus leisten zu können. Es bleiben der Menschheit kaum noch 10 Jahre, um den Trend umzukehren: Wir müssen Schluss machen mit der maßlosen Ausbeutung der Reichtümer dieser Erde und müssen unsere Konsumgewohnheiten ändern.

HOME ist ein Spielfilm von Yann Arthus-Bertrand in Koproduktion mit EuropaCorp (Unternehmen von Luc Besson) und Elzévir Films mit der Unterstützung durch PPR. HOME besteht aus Luftbildaufnahmen, die die großen ökologischen Fragen behandeln und gleichzeitig zeigen, dass es Lösungen gibt. HOME erscheint am 5. Juni 2009 auf der ganzen Welt und in allen Medienformaten. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen und uns alle davon zu überzeugen, dass wir jede Verantwortung für diesen Planeten tragen.“

Hier der Trailer zum Film:

Den kompletten Film „Home“ könnt ihr über diesen Link auf youtube anschschauen.

Die Homepage des Projekts erreicht ihr unter www.home-2009.com. Und auf www.goodplanet.org erreicht ihr den Internetauftritt der Organisation, die Yann Arthus-Bertrand gegründet hat.

Und einen Artikel zum Projekt ist letzte Woche auch im Spiegel erschienen: „Hommage an Mutter Erde“.

Unsere Erde braucht uns – wir alle können etwas ändern! we are what we do :-)

Ein echter Hingucker

März 13, 2009

… sind die Hamburger Papierkörbe (entdeckt bei einem Besuch in der Hansestadt):

hamburg-11hamburg-22

hamburg-31hamburg-41
Alles zur Kampagne „Wir geben dem Müll einen Korb“ und alle Müll-Sprüche findet ihr auf den Seiten der Stadtreinigung Hamburg.

„Mach keinen Mist“ – Das Mülltonnen-Rätsel

Oktober 28, 2008

„Mach keinen Mist“ – so lautet Aktionsvorschlag Nr. 44. Leider machen wir noch viel zu viel Mist, und im besten Fall landet der dann in einer Mülltonne. Ich hab aus dem Urlaub Mülltonnen-Fotos mitgebracht und mache jetzt ein Mülltonnen-Rätsel draus: In welchen Städten stehen diese Tonnen, was denkt ihr?

Türchen 9: Wir sind was wir konsumieren

Dezember 9, 2007

„Früher fand ich Witze über Kinderarbeit lustig, das lies das Ganze so fern wirken, wenn ich mir ein paar neue Sneaker kaufte. Früher kaufte ich mindestens einmal die Woche bei MickeyD, produzierte 3 Müllsäcke die Woche mit Fertigfrassverpackungen, und ging mal der Toaster kaputt, habe ich ihn in einen Extra-Müllsack gewickelt und zwischen den Essenresten im Hausmüll entsorgt.Gelacht hab ich über Leute, die an den FairTrade-Schwindel glaubten und sich Mühe gaben, nachhaltiger zu leben.

Für mich waren das Erdbeertee- und Räucherstäbchenjunkies, die nicht wahrhaben wollten, dass wir hier alle kaputt sind und nicht sehen konnten, wie lächerlich ihre Tropfen auf die von der Erderwärmung erhitzten Steine wirkten. Doch dann fiel mir ein Buch in die Hände: „Die Einkaufsrevolution“ nannte sich das und mir wurden Seite für Seite die Argumente entzogen und mein dämliches Lachen blieb mir am Halse stecken. Und ich dachte nach. Ich hatte und habe keine Lust auf politische Formierungen, weil da meistens unsympathische weil dogmatische Spinner rumhängen, wollte etwas erreichen in meinem Alltag, aber einfach.

Wie immer ist Information der Schlüssel, und ich recherchierte wo ich Kleidung ohne Kinderarbeit herbekommen konnte, ich habe zu Ökostrom gewechselt, habe viele kleine Dinge geändert und irgendetwas hat es in mir verändert. Dieses ewige Suchen nach Werten und Sinn ist zur Ruhe gekommen.

Ich fühle mich gut weil ich einen Beitrag leiste der für meinen Sohn hoffentlich einmal spürbar sein wird. Das Finden ethischer Alternativen war nicht immer einfach, weshalb ich die Konsumguerilla gründete. Ein Weblog, in dem regelmäßig neue Fundstellen ethischer und ökologischer Alternativen aufgezeigt werden, und der ein Beweis dafür ist, dass man nicht auf Lifestyle verzichten muss, nur weil man auch ans Morgen denkt.“

Sjörn Plitzko, Konsumguerilla


konsumguerilla.jpg

Aktion 44: Fundstücke aus Wien

Oktober 28, 2007

Kirsten war im Urlaub unterwegs und hat zu Aktion 44 folgendes gefunden:

aktio-44_wien-sackerl.jpeg

aktion-44_wien-misttelefon.jpeg