Archive for September 2007

Was nützt das Gute im Gedanken?

September 27, 2007

bsp_bsp2007-blog.gif

“Was nützt das Gute in Gedanken” ist das offizielle Blog zum diesjährigen Bruttosozialpreis, dem deutschlandweit einzigen Nachwuchswettbewerb im Bereich Sozialmarketing.

Nun mag das Wort “Sozialmarketing” den Eindruck erwecken, die deutsche Sprache erlaube hier ein ganz ungehöriges Zusammenwachsen zweier, sagen wir mal: inkompatibler Konzepte.

So bezeichnet Marketing ja zunächst die von manchen schlechthin als böse, von vielen zumindest als zweifelhaft gescholtene Praxis großer Firmen (auch: Corporations, The), aus Menschen Märkte, aus Geiz Geilheit, aus Dir einen Konsumzombie zu machen. Alles zum Zwecke der Absatzmaximierung, versteht sich.

Sozial hingegen – ein Paradebeispiel positiver Semantik, welchem selbst die kitschigeren Breiten seines Bedeutungsspektrums kaum etwas anhaben können.

Was heißt nun aber Sozialmarketing? Moralisches Unentschieden?

Mitnichten.

Vielmehr geht es beim Sozialmarketing um Marketingmaßnahmen, die der “Absatzmaximierung” von Non-Profit Organisationen, ergo gemeinnützigen Projekten dienen sollen.
Deren Absatz ist nun per Definition kein finanzieller Gewinn, der sich in den Geldbeuteln einiger Shareholder bemerkbar machen soll (siehe –> Marketing). Stattdessen zielt Sozialmarketing auf das Denken und Handeln der gesamten Gesellschaft ab. Im Idealfall natürlich auf die Verknüpfung beider. Im Dienste des Guten.

Womit mir bereits im ersten Post eine fernsehreife Überleitung zum Motto des diesjährigen Bruttosozialpreises gelungen wäre: Was nützt das Gute in Gedanken?

stix_plakatentwurf.jpg

Advertisements

Der GeschenkBaum

September 27, 2007

Der GeschenkBaum ist ein nachhaltiges und lukratives Geschenk, an dem der Beschenkte lange Freude hat. Insbesondere Kindern und Jugendlichen kann mit diesem Präsent vermittelt werden, wie nachhaltig Werte entstehen und welche Rolle der Tropenwald für das globale Klima spielt. Für eine einmalige Zahlung von 60,- Euro wird in Panama ein Baum gepflanzt, gepflegt und nach 25 Jahren geerntet. Der Ertrag wird dem Käufer bzw. dem Beschenkten gutgeschrieben. Aufgrund der Preisentwicklung für tropische Edelhölzer in den letzten 30 Jahren wird eine Rendite von 5% prognostiziert. Mit anderen Worten: Das eingesetzte Geld kann sich mehr als verdreifachen. Der Käufer erhält bei Vertragsabschluss eine individuelle Geschenkurkunde in einer edlen Zedernholzschatulle, wodurch das Geschenk – gerade zu Weihnachten – besonders exklusiv wirkt. Mehr bei www.baumsparkasse.de.

Was ist dein Baum – What is your tree?

September 27, 2007

Im Rahmen des Berliner Projektes dropping knowledge fragt die Baumaktivistin Julia Butterfly Hill: Was ist dein Baum? Womit bist du so fest verwurzelt, dass du das Abholzen auf jeden Fall verhindern würdest?

Erste Hilfe: und es hat gar nicht weh getan

September 25, 2007

Am Wochenende konnte ich endlich Aktion 04 umsetzen und es war erstaunlich zu erfahren, dass sich die stabile Seitenlage vereinfacht und sich auch sonst so Einiges geändert hat (Vieles hatte ich eh schon vergessen!). Mein Erste Hilfe Schein ist nun 2 Jahre gültig und kann dann mit einem Training wieder verlängert werden:

Jetzt muss ich nur noch dafür sorgen, dass wir auch einen Erste-Hilfe-Kasten im Haus haben!

Papier statt Plastik

September 25, 2007

Neulich im Bioladen…

Aktion 07: Pflanz einen Baum

September 25, 2007

Die We Are What We Do-Homepage verzeichnet fast 2700 „Baumpflanzer“, wir beide, Petra und Kirsten, gehören noch nicht dazu. Wir haben eine ganze Reihe Fragen:

Wo pflanzt man am besten einen Baum? Was für einen? Und wann? Pflanzen wir selber oder lassen wir pflanzen? Wo ist Wald wichtiger: in Deutschland oder z.B. in der Sahelzone? Ist es genauso wertvoll, dass Abholzen eines Baumes zu verhindern, wie einen zu pflanzen? Kann man einen Ausgleich schaffen für „verbrauchte“ Bäume?

Da wir beide in Mietswohnungen in der Stadt wohnen, überlegen wir, ob wir unsere Bäume im elterlichen Garten bzw. im Blumentopf auf der Fensterbank pflanzen können. Oder ob wir nicht besser/einfacher/sinnvoller eine Baumpatenschaft übernehmen?

Das haben wir uns schließlich für diese Woche vorgenommen:
– Petra ist auf die „Apfelbaum-Pflanzaktion“ der Kelterei Heil gestoßen und kann sich gut vorstellen, hier Baumpatin zu werden und damit u.a. auch zur Sicherung deutscher Apfelbaum-Arten beizutragen.
– Kirsten wird sich informieren, ob sie in und um München herum Baumpatin werden kann. Und wo man sonst auf der Welt noch Bäume pflanzen lassen kann.

Aktion 06: Fahr Bus und Bahn, wenn es geht

September 19, 2007

Eigentlich dachten wir bei der Aktion 06, das wäre alles ganz einfach und eindeutig…

aktion06.jpg

Aber nein, wir 3 hatten dann doch recht unterschiedliche Geschichten: eine von uns ist mit Ende 20 noch nie geflogen ist, weil es sich nicht ergeben hat. Ich kann nicht verstehen, warum es in einer deutschen online Platform ein Forum mit 20.000 Mitgliedern gibt, weil sie die Bahn hassen. Ich finde die Bahn klasse und für viele der Verspätungen sind meistens äussere Einflüsse verantwortlich!

Ich habe mich dann noch gefragt, Deutschland ist ja eigentlich das Land der Bahnfahrer: ist diese Aktion relevant für Deutschland?

Unsere Aktionen für diese Woche:
+ Kirsten: wird das Gespräch mit einem Freund, der sich nicht vorstellen kann, auf das Auto zu verzichten, fortführen und weiter an Aktion 05 arbeiten
+ Eva wird Aktion 06 50x ausdrucken und im Parkhaus an der Uni an den Autos verteilen
+ Frauke wird einen netten Brief an die Deutsche Bahn und die BVG schreiben

dk_trees.jpg

Verschenk ein Lächeln am Morgen in der S-Bahn

September 18, 2007

Tag 1 – Dienstag:
Nicht ganz ausgeschlafen, aber gut gelaunt mache ich mich auf den Weg zur Arbeit und zu meiner Aktionswoche „Verschenk ein Lächeln“. Beim gestrigen WAWWD-Telefontreffen hatte ich mir überlegt, dass mir als Morgenmuffel ein Lächeln morgens am schwersten fällt und ich daher gerne mich und andere Fahrgäste in der S-Bahn mit einem Lächeln überraschen möchte.
Nachdem sich das Ein-/Aussteige- und Platzfinde-Chaos gelegt hat, schaue ich mich um, mit einem Lächeln auf den Lippen. Aber leider findet sich während der 30minütigen Fahrt keine Chance, es zu verschenken: Die Fahrgäste in meiner Nähe lesen in Büchern, Zeitungen oder Zeitschriften, gucken aus dem Fenster oder bereiten sich mit geschlossenen Augen auf den Arbeitstag vor. Mir wird klar: Ohne Blickkontakt kein Lächeln, dass ich verschenken kann… An meiner Zielstation treffe ich eine Arbeitskollegin, wir schenken uns gegenseitig ein Lächeln und gehen zusammen ins Büro.

Tag 2 – Mittwoch
Auch heute lasse ich meine Morgenmuffeligkeit zu hause. Allerdings könnte ich grad selber ein geschenktes Lächeln gebrauchen… meine Suche nach Blickkontakt beginne ich heute schon auf dem U-Bahn-Bahnsteig. Ich blicke in viele Gesichter, aber Blickkontakt entsteht keiner. In der U-Bahn selber finde ich nur ein offenes & freundliches Gesicht: Ein kleinen Mädchen schenkt mir aus seinem Kinderwagen heraus ein Lächeln – mein Tag kann beginnen:-)

Tag 3 – Donnerstag
Weiterhin habe ich kein Glück mit der Blickkontaktaufnahme: Die U- und S-Bahnfahrt scheint für die meisten eine sehr persönliche Angelegenheit zu sein. Eine letzte Gelegenheit für Alleinsein/Ruhe/Wachwerden vor dem Arbeitstag. Während ich drüber nachdenke, wird mir bewusst, dass ich den Weg zur Arbeit selber oft so empfinde. Mein erstes Lächeln kann ich heute beim Bäcker verschenken, als ich meine Brezeln bezahle.

Tag 4 – Freitag
Heute sitze ich selber wieder mit einem Buch in der S-Bahn. Und zwar mit dem neuen Zamonien-Roman von Walter Moers, zum Schmunzeln, wenn’s schon mit dem Lächeln verschenken nicht so recht klappen will. Aber ich habe eine Idee, die ich ganz bald in einer „2. Aktionsrunde“ ausprobieren möchte: Da das mit dem Blickkontakt so schwierig zu sein scheint, muß eine direkte Ansprache her. „Guten Morgen, darf ich Ihnen ein Lächeln schenken?“ – mit diesen Worten möchte ich die Postkarte zu Aktion 5 bzw. einen Farbausdruck/eine Farbkopie des Bildes überreichen. Und dann beobachten, was passiert: Wie werden die Angesprochenen reagieren? Entsteht Blickkontakt? Kann ich auch mein Lächeln verschenken? Entwickelt sich vielleicht sogar ein Gespräch? Ich bin schon sehr gespannt! Ich werde versuchen, mein „Aktionsmaterial“ in den nächsten Tagen vorzubereiten, um dann nächste Woche einen neuen Versuch starten zu können.

Taxifahrer essen gemeinsam

September 17, 2007

Ein Lächeln geht um die Welt

September 17, 2007

Folgender Text ging mit einem Lächeln via Skype und Facebook in die Welt (nach Frankfurt, Amsterdam, Berlin, Slowakei, Bonn, Karlsruhe, München, Vietnam, London, Brüssel, Boston, Braunschweig, Potsdam, Köln, Lissabon, Dublin, Kroatien, Indien, Singapur, Brasilien, Kopenhagen und Kamerun):

Ein Lächeln geht um die Welt

Vor kurzem schickte mir eine Unbekannte aus Malaysia ein Lächeln. Das hat mich sehr beeindruckt und ich schicke dir hiermit ein Lächeln aus Berlin: http://www.wearewhatwedo.de/do_something/actiondetails.php?pid=156
Ein Lächeln für einen tollen Tag!
FRAUKE

A smile travels around the world

A while ago a stranger from Malaysia send me a smile. I was very impressed and thus send you a warm smile from Berlin:
http://www.wearewhatwedo.org/do_something/actiondetails.php?pid=5
A smile for a great day!
FRAUKE