Verschenk ein Lächeln am Morgen in der S-Bahn

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Tag 1 – Dienstag:
Nicht ganz ausgeschlafen, aber gut gelaunt mache ich mich auf den Weg zur Arbeit und zu meiner Aktionswoche „Verschenk ein Lächeln“. Beim gestrigen WAWWD-Telefontreffen hatte ich mir überlegt, dass mir als Morgenmuffel ein Lächeln morgens am schwersten fällt und ich daher gerne mich und andere Fahrgäste in der S-Bahn mit einem Lächeln überraschen möchte.
Nachdem sich das Ein-/Aussteige- und Platzfinde-Chaos gelegt hat, schaue ich mich um, mit einem Lächeln auf den Lippen. Aber leider findet sich während der 30minütigen Fahrt keine Chance, es zu verschenken: Die Fahrgäste in meiner Nähe lesen in Büchern, Zeitungen oder Zeitschriften, gucken aus dem Fenster oder bereiten sich mit geschlossenen Augen auf den Arbeitstag vor. Mir wird klar: Ohne Blickkontakt kein Lächeln, dass ich verschenken kann… An meiner Zielstation treffe ich eine Arbeitskollegin, wir schenken uns gegenseitig ein Lächeln und gehen zusammen ins Büro.

Tag 2 – Mittwoch
Auch heute lasse ich meine Morgenmuffeligkeit zu hause. Allerdings könnte ich grad selber ein geschenktes Lächeln gebrauchen… meine Suche nach Blickkontakt beginne ich heute schon auf dem U-Bahn-Bahnsteig. Ich blicke in viele Gesichter, aber Blickkontakt entsteht keiner. In der U-Bahn selber finde ich nur ein offenes & freundliches Gesicht: Ein kleinen Mädchen schenkt mir aus seinem Kinderwagen heraus ein Lächeln – mein Tag kann beginnen:-)

Tag 3 – Donnerstag
Weiterhin habe ich kein Glück mit der Blickkontaktaufnahme: Die U- und S-Bahnfahrt scheint für die meisten eine sehr persönliche Angelegenheit zu sein. Eine letzte Gelegenheit für Alleinsein/Ruhe/Wachwerden vor dem Arbeitstag. Während ich drüber nachdenke, wird mir bewusst, dass ich den Weg zur Arbeit selber oft so empfinde. Mein erstes Lächeln kann ich heute beim Bäcker verschenken, als ich meine Brezeln bezahle.

Tag 4 – Freitag
Heute sitze ich selber wieder mit einem Buch in der S-Bahn. Und zwar mit dem neuen Zamonien-Roman von Walter Moers, zum Schmunzeln, wenn’s schon mit dem Lächeln verschenken nicht so recht klappen will. Aber ich habe eine Idee, die ich ganz bald in einer „2. Aktionsrunde“ ausprobieren möchte: Da das mit dem Blickkontakt so schwierig zu sein scheint, muß eine direkte Ansprache her. „Guten Morgen, darf ich Ihnen ein Lächeln schenken?“ – mit diesen Worten möchte ich die Postkarte zu Aktion 5 bzw. einen Farbausdruck/eine Farbkopie des Bildes überreichen. Und dann beobachten, was passiert: Wie werden die Angesprochenen reagieren? Entsteht Blickkontakt? Kann ich auch mein Lächeln verschenken? Entwickelt sich vielleicht sogar ein Gespräch? Ich bin schon sehr gespannt! Ich werde versuchen, mein „Aktionsmaterial“ in den nächsten Tagen vorzubereiten, um dann nächste Woche einen neuen Versuch starten zu können.

2 Antworten to “Verschenk ein Lächeln am Morgen in der S-Bahn”

  1. Kirsten Says:

    Falls jemand zusammen mit mir Lächeln in der Münchner U- und S-Bahn verschenken möchte: meldet euch einfach bei mir, ich würd mich freuen!

    Viele Grüße,
    Kirsten

  2. Aktion 06: Fahr Bus und Bahn, wenn es geht « We Are What We Do 50/50 Says:

    […] We Are What We Do 50/50 50 We Are What We Do Aktionen in 50 Wochen « Verschenk ein Lächeln am Morgen in der S-Bahn […]

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