Türchen 11: Die Fabel von der Schneeflocke

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Gestern Abend habe ich bei einem Spaziergang das folgende Plakat in einem Schaufenster entdeckt:

fabel-von-der-schneeflocke

Auf dem Plakat steht geschrieben: „Was kann ich denn für den Frieden tun? Ich bin doch machtlos! Hat denn meine einzelne Stimme überhaupt ein Gewicht?

In einer Fabel wird erzählt:

„Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke“ fragte die Tannenmeise die Wildtaube. „Nicht mehr als ein Nichts“, gab sie zur Antwort. „Dann muß ich Dir eine wunderbare Geschichte erzählen“, sagte die Meise.

„Ich saß auf dem Ast einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing; nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere.

Da nichts Besseres zu tun war, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln des Astes fielen und darauf hängenblieben. Genau dreimillionensiebenhundert-
einundvierzigtausendneunhundertzweiundfünfzig waren es. Und als die dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausend-
neunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel, nicht mehr als ein Nichts, brach der Ast ab.“

Damit flog die Meise davon.

Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in dieser Frage, sagte zu sich nach kurzem Nachdenken: „Vielleicht fehlt nur eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt.“ „

Eine Antwort to “Türchen 11: Die Fabel von der Schneeflocke”

  1. nominee Says:

    So ist es! Schöne Geschichte, jede Stimme zählt🙂

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