„Warum wir unsere Ernährung endlich umstellen müssen.“

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In der aktuellen Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung regt folgender Artikel zum Nachdenken an:

„Nicht Fisch! Nicht Fleisch! – Welthunger, Massentierhaltung, überfischte Meere – warum wir unsere Ernährung endlich umstellen müssen“

Leider kann ich ihn (noch?) nicht im Online-Angebot der SZ finden, also auch noch nicht darauf verlinken, daher tippe ich im Folgenden ein paar Passagen des Artikels ab:

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„Essen ist Privatsache. Ist unsere persönliche Angelegenheit. Nie waren wir so frei in der Wahl unserer Nahrung. Und damit in unserer Wahllosigkeit. … Die Erkenntnisse und Technologie der Neuzeit haben uns schließlich von der ständigen Bedrohung durch Hungersnöte erlöst. Zumindest den Teil der Menschheit, der in den reichen Staaten der Erde lebt.

Menschen sind Omnivoren. Allesfresser. Aber weil wir in den ersten hunderttausend Jahren der menschlichen Evolution und Nahrungsmittelknappheit gelernt haben, uns so viel und so schnell wie möglich Energie zu holen, sobald sie zu haben ist, lieben wir: Fleisch. … Wir grillen und rösten und braten es. Wir räuchern und pöklen es. Wir nehmen es bleu oder medium oder well done. Der Rest ist Beilage. Den Ärmeren ließen wir Reis und Hirse… . Wir wollten Fleisch. Das bekamen wir. Weit sind wir gekommen und fett geworden. Nur ist es inzwischen keine Privatsache mehr, was und wie viel wir essen.

Es wird Zeit, sich vom Konsum von Tieren zu verabschieden. Oder allerwenigstens, von den unglaublichen Mengen und Massen, in denen wir sie verschlingen. Wir riskieren das Leben auf diesem Planeten, das ökologische Gleichgewicht, und ganz oben bei den Schuldigen steht unser Fleischverzehr. … Ob Bodenerosion, Luftverschmutzung, Wassermangel und Trinkwasserverseuchung, Verlust der Biodiversität und Erderwärmung: ‚Viehhaltung‘, heißt es in einem Report der Vereinten Nationen, ’stellt sich als einer der zwei oder drei wichtigsten Verursacher unserer größten Umweltprobleme heraus.‘ …

Seitdem es richtig begann mit der totalen Industrialisierung tierischer Nahrung, mit Massenproduktion, Massenfang und Massenschlachtung von Vieh und Geflügel und Fisch, wächst der weltweite Fleischverbrauch. … Ein Deutscher verzehrt heute pro Jahr und Kopf 88,7 Kilo Fleisch und Fisch, ein Amerikaner 123 Kilo. Ein Inder hingegen nimmt jährlich 5,2 Kilo zu sich. Noch. Das ändert sich rasch.

Je schneller wir handeln, desto besser. Falls das nach einem Aufruf zum Vegetarismus klingt, ist das beabsichtigt. … Wir wären auch mit Pescetariern zufrieden. Oder Flexitariern, Wochenendvegetariern also, die hauptsächlich fleischlos leben oder immer wieder und dann manchmal eben doch nicht anders können und rückfällig werden. Alles ist besser, als so weiterzumachen. Wie ein Tsunami ertränken die Folgen der Fleischeslust uns selbst, die Tiere, die gesamte Erde. …“

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Bitte weitersagen! Und einfach mal ausprobieren, wie es euch häufiger oder immer ohne Fleisch schmeckt. Mir inzwischen sehr gut🙂

2 Antworten to “„Warum wir unsere Ernährung endlich umstellen müssen.“”

  1. Bio Says:

    Joa!

  2. Kirsten Says:

    nun ist der Artikel auch online abrufbar: http://www.sueddeutsche.de/leben/264/499540/text/

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