Ressourcenleichte Gesellschaft

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Eine Gesellschaft in der deutlich weniger Ressourcen verbraucht werden als heutzutage – wie könnte diese aussehen?

Dieser Frage geht ein wichtiges und spannendes Forschungsprojekt nach: ressourcenleichte-gesellschaft.de

„Wir alle nutzen Ressourcen: für Ernährung, zum Wohnen, unsere Mobilität, beim Kaufen und Besitzen von Dingen usw. In den Industrie- und zunehmend auch in den Schwellenländern ist das Maß der Ressourcenbeanspruchung häufig weder sozial gerecht noch ökologisch dauerhaft verträglich: Der „Earth-Overshoot-Day“ – das ungefähre Datum, an dem unsere Nachfrage nach natürlichen Ressourcen das Angebot eines ganzen Jahres übersteigt und damit auch die Kapazitäten unseres Planeten, alle konsumierten Ressourcen abzubauen und zu erneuern – rückte in den letzten Jahren immer weiter nach vorn. Im Jahr 1987 war er Mitte Dezember erreicht, 2013 schon am 20. August. Hinzu kommen die unwiederbringlich aufgezehrten nicht-erneuerbaren Ressourcen.

Ein Treiber dieser Entwicklungen ist das hohe Konsumniveau in den industrialisierten Staaten. Zur Lösung dieses Problems dominierten bislang Konzepte zur Steigerung der technischen und wirtschaftlichen Effizienz, wie Verdopplung der Rohstoffproduktivität, Faktor 10 weniger Ressourcenverbrauch oder 100 % Treibhausgasneutralität im Energiebereich. Neben technologischen Veränderungen bedarf eine Transformation solchen Ausmaßes aber auch umfassender sozialer Veränderungen, denn häufig fehlen im öffentlichen Diskurs die Menschen in ihrer lebensweltlichen Realität, die diese Ideen individuell und im gesellschaftlichen Miteinander umsetzen.“

Ende Januar durfte ich an einem der Workshops teilnehmen, zu der u.a. das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie Z_Punkt, ein Beratungsunternehmen für Zukunftsfragen, eingeladen hatten. In diesem Workshop haben wir 5 Szenarien durchgesprochen und diskutiert, „welche Wege eine Gesellschaft nehmen kann, um ressourcenleichtes Leben – also einen Lebensstil, der die planetaren Grenzen berücksichtigt – zu fördern und umzusetzen.“ Wir haben uns die Fragen gestellt und beantwortet, welche Chancen und welche Risiken wir in dem jeweiligen Szenario bzw. Leitbild sehen, welche „Trend, Kräfte und Treiber … heute schon in diese Richtung gehen“, und welche Hindernisse und Barrieren existieren und einer ressourcenleichten Gesellschaft im Wege stehen.

Die Szenarien sowie die Ergebnisse der Workshops werden bald auf der Projektseite ressourcenleichte-gesellschaft.de veröffentlicht werden.

 

 

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