Archive for the ‘Aktion 35’ Category

Es gibt keine Ausrede, nichts zu tun

April 23, 2016

Heute ist Welttag des Buches. Ich lade euch ein, eine Stelle aus den Erinnerungen von Will Schwalbe „An diesem Tag lasen wir nicht weiter“ (2012) zu lesen:

Suite Francais [von Irene Nemirovsky] ist das Buch eines Flüchtlings über Flüchtlinge und den Alltag unter einer Besatzungsmacht. […]
„Ich fühle mich einfach schuldig, weil ich nicht mehr tue“, sagte ich. „Ich meine, es ist so leicht, Suite Francaise zu lesen und zu denken: ‚Warum haben die Leute in Amerika nicht mehr gewusst und getan?‘ Aber ich lebe jetzt, und es passieren all diese Dinge – Kindersoldaten und Genozid und Menschenhandel -, und ich tue kaum etwas dagegen.“

Mom drehte ihr Kinn nach links und kräuselte die Lippen […] „Natürlich könntest Du mehr tun – du kannst immer mehr tun, und das solltest du auch -, aber wichtig ist, zu tun, was dir möglich ist, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. Du gibst ja Dein Bestes, und mehr kann man nicht verlangen. Zu viele Leute nutzen es als Ausrede, dass sie meinen, nicht genug tun zu können, um dann gar nichts machen zu müssen. Dabei gibt es überhaupt keine veritable Ausrede, um nichts zu tun – selbst wenn man nur eine Petition unterzeichnet oder eine kleine Spende leistet oder eine erst kürzlich ins Land gekommene Flüchtlingsfamilie zum Thanksgiving einlädt.“

„Und was ist mit teuren Restaurantbesuchen und solchen Sachen?“, fragte ich […].

„Es ist schon in Ordnung, sich selbst auch mal etwas zu gönnen, sofern man es sich leisten kann, aber niemand braucht so etwas tagtäglich. Es sollte etwas Besonderes bleiben. Wenn du zu den glücklichen Menschen gehörst, die sich solche Fragen stellen, dann bedeutet es, dass du die besondere Verantwortung trägst, dafür zu sorgen, dass du auch etwas tust.“ […]

„Viele meiner Freunde sagen, sie würden gern etwa tun, aber sie wüssten nicht, wo anfangen. Was antwortet man solchen Menschen?“

„Nun“, sagte Mom, „die Leute sollen ihre Talente nutzen. Wer in der PR-Branche tätig ist, könnte einer Wohltätigkeitsorganisation in diesem Bereich helfen. Und natürlich brauchen Hilfsorganisationen immer Spendensammler. Da kann jeder helfen. Zu mir kommen immer wieder Leute mit einer Berufsausbildung – Banker, Anwälte -, und die hätten am liebste sofort einen bezahlte Job in der Flüchtlingshikfe. Denen sage ich: ‚Würdet ihr denn jemand einstellen, der keine andere Qualifikation mitbringt, sondern nur im Bereich Flüchtlingshilfe gearbeitet hat, um als Banker in eurer Bank zu arbeiten oder einen Fall vor Gericht zu vertreten? Das ist ein richtiger Beruf.‘ Also rate ich solchen Menschen, erst einmal ehrenamtlich tätig zu werden oder Geld zu spenden und dann zu entscheiden, ob sie eine entsprechende Ausbildung machen wollen. Aber wenn jemand wirklich helfen will, dann ist Geld die schnellste Möglichkeit, auch wenn man sich nur eine kleine Spende leisten kann.“

Dann fügte Mom noch lächelnd hinzu: „Und es gibt etwas, das man Leuten, die mehr über die Welt erfahren wollen und nicht wissen, wie sie ein unterstützenswertes Projekt finden sollen, sagen kann. Man kann ihnen immer raten zu lesen.“

 

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Inspiration – Motivation – Vernetzung

Februar 9, 2016

„Inspiration – Motivation – Vernetzung“ – unter diese Motto finden die Global Marshall Plan Academies statt:

kopf_fuer_leitfaden„Wir alle wissen und fühlen, dass es so nicht weitergehen kann. Die Welt bewegt sich auf einen Kipppunkt zu, wir müssen etwas tun! … Ziel ist, dass die Teilnehmenden gemeinsam herausfinden welche konkreten Möglichkeiten sich für jeden einzelnen bieten, eine Welt in Balance voranzubringen!“

Global Marshall Plan Academy – Du möchtest teilnehmen? Die nächsten Termine in 2016 sind:

  • 11./12. März an der VHS Potsdam
  • April an der VHS Menden
  • 8./9. April an der Bergischen VHS Solingen
  • 15./16. April an der VHS Tuttlingen
  • 22./23. April 2015 an der VHS Norderstedt
  • 22./23. April 2016 an der Münchner VHS
  • 22./23. April an der VHS Konstanz-Singen

(Die aktuelle Terminübersicht findest Du auf globalmarshallplan.org .

Die Anmeldung ist über die jeweilige VHS möglich. Die Teilnahmegebühr für die zumeist 1,5tägigen Veranstaltungen beträgt ca. 40Euro.

Ich werde im April an der Global Marshall Plan Academy in München teilnehmen.  Im Programm der Münchner VHS wird die Veranstaltung so beschrieben:

„Nur mal kurz die Welt retten“ – Aktiv werden für die Zukunft von Mensch und Erde
Viele Menschen wissen, dass es so nicht weitergehen kann. Die globale Erwärmung, die wachsende Kluft zwischen arm und reich, der Raubbau am Planeten Erde und viele weitere Themen sind von absoluter Brisanz für die Zukunft des Menschen. Aber wie können die Herausforderungen wirksam angegangen werden? In dem Workshop wird gemeinsam erarbeitet, welche konkreten Möglichkeiten sich für jeden einzelnen bieten, eine Welt in Balance voranzubringen. Mehr Infos: www.globalmarshallplan.org/academy

Türchen 8: Friedensnobelpreis fürs Internet

Dezember 8, 2009
„We have finally realized that the Internet is much more than a network of computers.
It is an endless web of people. Men and women from every corner of the globe are connecting to one another, thanks to the biggest social interface ever known to humanity.
Digital culture has laid the foundations for a new kind of society.
And this society is advancing dialogue, debate and consensus through communication.
Because democracy has always flourished where there is openness, acceptance, discussion and participation. And contact with others has always been the most effective antidote against hatred and conflict.
That’s why the Internet is a tool for peace.
That’s why anyone who uses it can sow the seeds of non-violence.
And that’s why the next Nobel Peace Prize should go to the Net.
A Nobel for each and every one of us.“
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, euch der Bewegung anzuschliessen, die das Internet für den Friedensnobelpreis nominieren möchte, findet ihr auf: www.internetforpeace.org

Lesenswert hierzu auch dieser Artikel auf jetzt.de: „Überraschende Nachricht aus Oslo: Friedensnobelpreis fürs Internet“

Spätsommer in Berlin

August 16, 2008

Vor einigen Wochen bin ich Mitglied im internationalen Frauenclub „Business and Professional Women“ geworden. Eine der Clubfrauen bietet Kräuterwanderungen im Erpetal fast mitten in Berlin an.

Hier ein paar Impressionen von einem sonnigen Vormittag im grünen Berlin (gleichzeitig auch ein bisschen Bewegung an der frischen Luft!).

Und dabei habe ich viel Neues über heimische Wildkräuter gelernt. Der gesammelte Beifuss wird in den kommenden Monaten in Herbstsuppen und Eintöpfen Verwendung finden.