Archive for the ‘Aktion 44’ Category

Wie wollen wir die Welt?

Juli 16, 2016

Ein Song, zwei Fragen: Wie wollen wir die Welt? Und wie wollen wir sie hinterlassen?

„Es ist höchste Zeit ein paar Dinge zu benennen
denken wir kurz nach über das Los von jungen Menschen
sie müssen mit dem klarkommen, was die alten hinterlassen
und wenn man das betrachtet, vergeht einem das Lachen

Wir brauchen mehr Zerstörung und wir brauchen noch mehr Krieg
was wird meine Tochter sagen, wenn sie das alles sieht
soll ich ihr erklären, dass mancher Mensch den Tod verdient?
Da es Gut und Böse gibt, braucht man Rüstungsindustrie!

Aus der Geschichte nichts gelernt, ausser dem Geschichtsbuch
die Sichtweisen sind verworren, weil die Schule nicht den Blick schult
sondern ihn verschleiert, den Verstand zu Brei macht
man lernt von Kindesbeinen an den Befehl nicht zu verweigern

Wie wolln wir die Welt, wenn wir gehn hinterlassen?
Dunkle Mächte werfen weiter ihre Schatten
Irgendwo in dir gibt es einen Weg heraus
Du bist die Geschichte und schreibst ihren Verlauf!

Geld ambitioniert, Geld verteilt die Rollen
alle sind konditioniert es zu brauchen, es zu wollen
welch praktisches Mittel, um Menschen zu lenken
würde man es keinem beibringen, dann gäb es keine Grenzen

jemand zeichnet dir ein Feindbild, das deine Seele reinigt
das Böse ist verkleidet, als Angst die sich verteidigt
es gibt keine Seite, die von Schuld befreit ist
schau nicht nur auf die Wahrheit, sondern auch wer sie verbreitet

Klarer Blick bedeutet, Gefahr für Klingelbeutel
hinter Schlössern, hinter Zäunen plant Profitgier mit dem Teufel
einen neuen Krieg, zwischen Feinden – zwischen Freunden
Demokratie fährt einen Wagen? – ich wage es zu träumen!

Wie wollt ihr die Welt, wenn ihr geht hinterlassen?
Dunkle Mächte werfen weiter ihr Schatten
Irgendwo in euch gibt es einen Weg heraus
Ihr seit die Geschichte und schreibt ihren Verlauf!

Wie woll’n wir die Welt, wenn wir gehn hinterlassen?
Dunkle Mächte werfen weiter ihr Schatten
Irgendwo in euch gibt es einen Weg heraus
Ihr seit die Geschichte und schreibt ihren Verlauf!“

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Ressourcenleichte Gesellschaft

Februar 21, 2016

Eine Gesellschaft in der deutlich weniger Ressourcen verbraucht werden als heutzutage – wie könnte diese aussehen?

Dieser Frage geht ein wichtiges und spannendes Forschungsprojekt nach: ressourcenleichte-gesellschaft.de

„Wir alle nutzen Ressourcen: für Ernährung, zum Wohnen, unsere Mobilität, beim Kaufen und Besitzen von Dingen usw. In den Industrie- und zunehmend auch in den Schwellenländern ist das Maß der Ressourcenbeanspruchung häufig weder sozial gerecht noch ökologisch dauerhaft verträglich: Der „Earth-Overshoot-Day“ – das ungefähre Datum, an dem unsere Nachfrage nach natürlichen Ressourcen das Angebot eines ganzen Jahres übersteigt und damit auch die Kapazitäten unseres Planeten, alle konsumierten Ressourcen abzubauen und zu erneuern – rückte in den letzten Jahren immer weiter nach vorn. Im Jahr 1987 war er Mitte Dezember erreicht, 2013 schon am 20. August. Hinzu kommen die unwiederbringlich aufgezehrten nicht-erneuerbaren Ressourcen.

Ein Treiber dieser Entwicklungen ist das hohe Konsumniveau in den industrialisierten Staaten. Zur Lösung dieses Problems dominierten bislang Konzepte zur Steigerung der technischen und wirtschaftlichen Effizienz, wie Verdopplung der Rohstoffproduktivität, Faktor 10 weniger Ressourcenverbrauch oder 100 % Treibhausgasneutralität im Energiebereich. Neben technologischen Veränderungen bedarf eine Transformation solchen Ausmaßes aber auch umfassender sozialer Veränderungen, denn häufig fehlen im öffentlichen Diskurs die Menschen in ihrer lebensweltlichen Realität, die diese Ideen individuell und im gesellschaftlichen Miteinander umsetzen.“

Ende Januar durfte ich an einem der Workshops teilnehmen, zu der u.a. das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie Z_Punkt, ein Beratungsunternehmen für Zukunftsfragen, eingeladen hatten. In diesem Workshop haben wir 5 Szenarien durchgesprochen und diskutiert, „welche Wege eine Gesellschaft nehmen kann, um ressourcenleichtes Leben – also einen Lebensstil, der die planetaren Grenzen berücksichtigt – zu fördern und umzusetzen.“ Wir haben uns die Fragen gestellt und beantwortet, welche Chancen und welche Risiken wir in dem jeweiligen Szenario bzw. Leitbild sehen, welche „Trend, Kräfte und Treiber … heute schon in diese Richtung gehen“, und welche Hindernisse und Barrieren existieren und einer ressourcenleichten Gesellschaft im Wege stehen.

Die Szenarien sowie die Ergebnisse der Workshops werden bald auf der Projektseite ressourcenleichte-gesellschaft.de veröffentlicht werden.

 

 

Filmtipp: Passion for Planet

Januar 31, 2016

Diese Woche ist der Dokumentarfilm „Passion for Planet“ in die (kleinen) Kinos gekommen: Ein Film über Natur- und Tierfilmer und wie sie die Natur sehen und filmen – und bewahren wollen.

„Es geht jetzt nicht mehr darum, Bäume zu umarmen oder Pandas zu retten. Es geht um uns. Die Menschen müssen begreifen, dass wir unseren Lebensstil radikal ändern müssen.“

 

Türchen 21: Plastikfrei feiern

Dezember 21, 2015

Die Geschichte des Plastiklöffels erzählt in 1:55 Minuten:

Ich habe mir vorgenommen, plastikbesteckfrei zu feiern – Weihnachts-, Silvester- und Grill- und Geburtstagsparties. Wer macht mit?

Türchen 16: Weihnachtsmann in Badehose

Dezember 16, 2015

Der Film „Sweaty Santa“ ist der Gewinner der „Climante Clips Award“ des Festivals der Filmhochschulen in München.

„Weihnachten in naher Zukunft. Vor lauter Hitze schwitzt der Weihnachtsmann fürchterlich und trägt seine Geschenke nur in einer viel zu engen roten Badehose aus! Diesen Anblick können wir unseren Kindern nicht antun – stoppt den Klimawandel jetzt!“

 

Türchen 14: Der Resterechner

Dezember 14, 2015

„Jedes Jahr werfen wir in Deutschland fast ein Drittel aller eingekauften Lebensmittel in den Müll. Der Resterechner zeigt, was in unserem Essen steckt: Jede Menge Energie und nicht selten eine hübsche Summe Geld. Wie viel das ist, zeigt der Resterechner.“

Ich habe den Resterechner ausprobiert und virtuell 100 Gramm Brot weggeschmissen (denn leider wandert bei mir auch im wirklichen Leben immer mal wieder ein Stück Brot, vertrocknet oder verschimmelt, in die Tonne …):

Resterechner_Screenshot

100 Gramm weggeworfenes Brot = 19 Cent für die Tonne. Und jede Menge Energie: Mit der Energie, die in 100 Gramm Brot „steckt“, könnte man 9,55 Tassen Kaffee kochen.

Der Resterechner bietet auch „Restefakten“ – z.B. zum Lebensmittel Brot: „Jedes fünfte Brot landet im Handel auf dem Müll, weil Verbraucher stets gefüllte Regale erwarten – aber keinesfalls ein Brot vom Vortag kaufen wollen.“

Türchen 8: Müllkippe Meer

Dezember 8, 2015

Ein nicht unbedingt weihnachtliches Thema – aber sehr wichtig:

„Wie kommt der Müll ins Meer, was ist so gefährlich an Plastik in den Ozeanen und warum fressen Tiere Plastikabfälle?“ Der NABU beantwortet auf seiner Internetseite diese und 7 weitere Fragen zum Thema Müll im Meer.

Und bittet um Unterstützung für das Projekt „Meere ohne Plastik“. Jeder kann mithelfen – für das Projekt spenden, im eigenen Alltag Müll vermeiden, an Säuberungsaktionen von Küsten, Stränden und Flussufern teilnehmen. Hier findst Du die Tipps und Informationen.

Auf der Seite www.saubere-meere.de kannst Du Müll melden und selber Reinigungsaktionen initiieren. Vielleicht schon im nächsten Urlaub?

In den USA macht die OrganisationWashed Ashore auf besondere Weise auf die Plastikmüll-Problematik aufmerksam. Die Künstlerin Angela sammelt zusammen mit Freiwilligen jeden Alters an den Stränden Müll. Die kleinen und großen Müll-„Fundstücke“ verarbeitet sie zu großen Skulpturen bedrohter Meeresbe- bzw. anwohner. Als Wander-Ausstellung bringt sie diese Skulpturen u.a. in Aquarien, Zoos, Museen.

Über diesen Link gelangst Du zur Foto-Galerie auf washedashore.org.

Dieses Video (in englischer Sprache) zeigt, wie aus unglaublichen Mengen von Plastik-Müll, die Skulptur eines Speerfisches entsteht:

Die Stadt sauber halten

Juni 7, 2015

Die Stadt sauber halten – dazu lädt die Berliner Stadtreinigung (BSR) auf kreative Art und Weise und in Orange ein:

Müll gehört nicht ins Meer und an den Strand

August 3, 2014

Im Norden der Insel Öland (Schweden) gibt es das Naturschutzgebiet Trollskogen. Am Eingang ist ein Besucherzentrum eingerichtet, das viele Informationen über die Flora und Fauna und Geologie der Insel bietet. Ein Teil der Ausstellung macht aufmerksam auf die Verschmutzung der Ostsee.

MüllAusstellung

MüllAusstellung3

 

MüllAusstellung2Aber nicht nur der sichtbare Müll ist ein Problem – für die Ostsee benennt die Ausstellung außerdem die großen Gefahren Überdüngung (durch Einleitung von Stickstoffen und Phosphor sowie Überfischung. Was können wir tun? Ich habe die Infotafeln fotografiert:

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Türchen 15: Feiern ohne Verpackungsmüll

Dezember 15, 2013

Die Stadt Wien lädt ein zum Feiern ohne Verpackungsmüll: Der Wiener Weihnachtssack bietet „eine umweltfreundliche Alternative zum Geschenkpapier“. Und: „Die Öko-Verpackung für Weihnachten hat einen dreifachen Nutzen: Neben der Abfallvermeidung kommt der Erlös dem Wiener Integrationshaus zu Gute. Darüber hinaus wurden die Säcke mit Unterstützung von Menschen mit Behinderungen genäht.“

Wie verpackst Du die Geschenke, die Du in diesem Jahr verschenkst? Wenn Du Lust hast, erzähl‘ uns davon!

Oder suchst Du noch Verpackungs-Ideen?

Eine Anleitung, wie Du aus alten Kalenderblättern eine Geschenktüte basteln kannst, findest Du z.B. hier unter „Weihnachtsbasteln“ auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebs München.

Im November war „Europäische Woche zur Abfallvermeidung„, in Deutschland hatte u.a. der NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. dazu mit den Worten eingeladen: „… der beste Abfall bleibt der, der gar nicht erst entsteht.

Das ARD-Mittagsmagazin stellte fest: „Ist die Ware online bestellt, kommt der Postbote meist mit riesengroßen Überraschungs-Paketen an die Tür, auch wenn wir nur ein dünnes T-Shirt geordert haben. Der Rest ist .. „Müll“ der sich zu Unrat-Bergen stapelt, die uns nicht nur in dieser europaweiten Aktionswoche zur Abfall-Vermeidung ärgern sollten. Mit kleineren und besseren Verpackungen müsste jeder fünfte Lkw in Deutschland erst gar nicht auf die Straßen. Wir lassen mal die Luft ab im Praxis-Test zum Paket-Irrsinn.“ Und zeigte dazu folgenden Beitrag: