Archive for the ‘Aktion 56’ Category

Klimakiller Flugreisen

März 7, 2016

Klimakiller Flugzeug“ – unter dieser Überschrift berichtet das fairkehr-Magazin über die Auswirkungen des weltweiten Flugverkehrs auf das Klima:

„Fliegen schadet dem Klima mehr als jede andere Art zu reisen. Laut Dr. Hans-Jochen Luhmann, Senior Expert am Wuppertal Institut, setzt der weltweite Luftverkehr momentan in etwa so viele Treibhausgase frei wie ganz Deutschland. Neben CO2 stoßen Flugzeuge Stickoxide, Wasserdampf, Schwefeloxide und Ruß aus. In 10000 Metern Flughöhe bilden die Abgase Kondensstreifen und Zirren. Diese Wolken reflektieren die von der Erde abgestrahlte Wärme zurück auf den Planeten. Das heizt das Klima zusätzlich auf. Allein durch technischen Fortschritt wird sich der Einfluss des Luftverkehrs auf das Klima nicht verringern lassen. Die Branche wächst deutlich schneller, als Ingenieurinnen und Ingenieure die Effizienz der Flugzeuge steigern können. Zur Zeit steigt der CO2-Ausstoß der Luftfahrt um 3,6 Prozent pro Jahr.“

fairkehr-Infografik-Ueber den Wolken(Infografik Luftverkehr – Quelle: www.fairkehr-magazin.de)

 

Ich reise heute von München nach Düsseldorf – wie immer mit der Bahn. Ich werde oft gefragt: Warum fliegst Du denn diese Strecke nicht? Darum: Ein Flug auf dieser Strecke würde kaum Zeitersparnis für mich bedeuten, und auch nicht weniger kosten als die Bahnfahrt. Im Zug fühle ich mich wohler und sitze bequemer. Außerdem überzeugen mich die Zahlen & Fakten zu den Auswirkungen, die das Fliegen auf unsere Umwelt und damit auf uns selber hat.

Nicht alle Flugreisen lassen sich vermeiden. Auch in bin schon mal geflogen 😉 Im Artikel „Urlaubszeit – Flugreisezeit“ hier im wearewhatwedo-Blog habe ich www.atmosfair.de vorgestellt – über diese Seite kannst du u.a. deine Flugemissionen berechnen und deine Flugreise kompensieren.

 

Ressourcenleichte Gesellschaft

Februar 21, 2016

Eine Gesellschaft in der deutlich weniger Ressourcen verbraucht werden als heutzutage – wie könnte diese aussehen?

Dieser Frage geht ein wichtiges und spannendes Forschungsprojekt nach: ressourcenleichte-gesellschaft.de

„Wir alle nutzen Ressourcen: für Ernährung, zum Wohnen, unsere Mobilität, beim Kaufen und Besitzen von Dingen usw. In den Industrie- und zunehmend auch in den Schwellenländern ist das Maß der Ressourcenbeanspruchung häufig weder sozial gerecht noch ökologisch dauerhaft verträglich: Der „Earth-Overshoot-Day“ – das ungefähre Datum, an dem unsere Nachfrage nach natürlichen Ressourcen das Angebot eines ganzen Jahres übersteigt und damit auch die Kapazitäten unseres Planeten, alle konsumierten Ressourcen abzubauen und zu erneuern – rückte in den letzten Jahren immer weiter nach vorn. Im Jahr 1987 war er Mitte Dezember erreicht, 2013 schon am 20. August. Hinzu kommen die unwiederbringlich aufgezehrten nicht-erneuerbaren Ressourcen.

Ein Treiber dieser Entwicklungen ist das hohe Konsumniveau in den industrialisierten Staaten. Zur Lösung dieses Problems dominierten bislang Konzepte zur Steigerung der technischen und wirtschaftlichen Effizienz, wie Verdopplung der Rohstoffproduktivität, Faktor 10 weniger Ressourcenverbrauch oder 100 % Treibhausgasneutralität im Energiebereich. Neben technologischen Veränderungen bedarf eine Transformation solchen Ausmaßes aber auch umfassender sozialer Veränderungen, denn häufig fehlen im öffentlichen Diskurs die Menschen in ihrer lebensweltlichen Realität, die diese Ideen individuell und im gesellschaftlichen Miteinander umsetzen.“

Ende Januar durfte ich an einem der Workshops teilnehmen, zu der u.a. das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie Z_Punkt, ein Beratungsunternehmen für Zukunftsfragen, eingeladen hatten. In diesem Workshop haben wir 5 Szenarien durchgesprochen und diskutiert, „welche Wege eine Gesellschaft nehmen kann, um ressourcenleichtes Leben – also einen Lebensstil, der die planetaren Grenzen berücksichtigt – zu fördern und umzusetzen.“ Wir haben uns die Fragen gestellt und beantwortet, welche Chancen und welche Risiken wir in dem jeweiligen Szenario bzw. Leitbild sehen, welche „Trend, Kräfte und Treiber … heute schon in diese Richtung gehen“, und welche Hindernisse und Barrieren existieren und einer ressourcenleichten Gesellschaft im Wege stehen.

Die Szenarien sowie die Ergebnisse der Workshops werden bald auf der Projektseite ressourcenleichte-gesellschaft.de veröffentlicht werden.

 

 

Türchen 6: Wie lebt man Nachhaltigkeit?

Dezember 6, 2015

„Nachhaltigkeit – das grosse Mysterium. Was steckt im Begriff und wie lässt er sich leben?“

Dieser Frage geht dieses Video nach: „Das Video ist ein Erklärungsversuch, den Begriff der Nachhaltigkeit verständlicher und lebbarer zu machen. Es soll ohne den moralischen Zeigefinger erklären welche Handlungen, Kompetenzen und Tugenden das kaum greifbare Konzept für die persönliche Veralltäglichung beinhaltet.“

Nimm Dir 10:34 Minuten Zeit, um es anzuschauen:

Das Video wurde im März von „the invisible green hand“ auf youtube veröffentlicht, falls jemand weiß, wer hinter diesem Projekt „steckt“, würde ich mich über einen Hinweis freuen!

 

Was bedeutet für Dich Nachhaltigkeit und nachhaltiges Handeln und Leben? Erzähle uns im Kommentar davon!

 

Auf zur Welt-Klimakonferenz!

November 2, 2015

Die Münchner Kammerspiele laden am 6. und am 7. November zur Welt-Klimakonferenz ein, genauer zu einer Simulation:

„Vom 30. November bis zum 11. Dezember 2015 findet in Paris die 21. Weltklimakonferenz statt. Vertreter von 195 Nationen ringen hier um ein rechtlich verbindliches Klimaabkommen, das die Erwärmung der Erde in den nächsten Jahrzehnten im viel besprochenen 2-Grad-Limit halten könnte.

Die jährlich stattfindenden Klimakonferenzen sind politische und mediale Großereignisse mit einer eigenen Struktur und Dramaturgie. Was im Original in drei Wochen abläuft, hat das Rimini Protokoll zu einer dreistündigen, modellhaften Simulation zusammengefasst. Die Zuschauer werden zu Delegierten, treffen sich zum Plenum und gehen zu länder- und themenspezifischen Meetings im ganzen Theater. Geführt werden sie dabei von achtzehn Experten, die Hintergründe und Fakten über die internationale Klimapolitik präsentieren.

Einen Monat vor Paris proben Sie in den Kammerspielen den Ernstfall: Die Zukunft unserer Erde steht auf dem Spiel.“

Auch in Hamburg besteht die Möglichkeit, an dieser Simulation teilzunehmen, und zwar am 1.12. und am 11.12. im Hamburger Schauspielhaus.

Dort hatte die Welt-Klimakonferenz zum Mitmachen bereits zum ersten Mal im Dezember 2014 stattgefunden. Das folgende Video bietet Einblicke & Eindrücke:

Welt-Klimakonferenz | Haug / Kaegi/ Wetzel (with english subtitles) from Rimini Protokoll on Vimeo.

Die Eintrittskarten kosten an beiden Spielorten jeweils 25€ p.P, die Veranstaltung dauert ca. 3 Stunden.

„Politik. Macht. Klima. – und wir?“

Oktober 22, 2015

„Politik. Macht. Klima. – und wir?“ So lautet das Motto des 9. Klimaherbstes – eine Veranstaltungsreihe, die noch bis zum 29.Oktober in München stattfindet: www.klimaherbst.de

Im diesjährigen Konzept werden die 2 Thesen aufgestellt:

These 1:
Angesichts des dramatischen Tempos der klimatischen Veränderungen vollziehen sich die politischen Anpassungsprozesse in aufreizender Langsamkeit.
These 2:
In der Klimapolitik fehlen offensichtlich der Wille oder die Fähigkeit, die gemeinsame globale Herausforderung wahrzunehmen. …“

Und viele Fragen gestellt, darunter:

  • „Wie sieht die derzeitige Realität des Klimawandels aus: Bilanz ihrer Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Menschen (aktuell: Zerstörung der Lebensgrundlage durch Unwetter, Fluchtbewegungen, lokale und regionale Konflikte), Zusammenhang zwischen Klimawandel und globaler Gerechtigkeit“
  • „Wie funktionieren Klimapolitik und -diplomatie auf unterschiedlichen Ebenen, funktionieren sie überhaupt?“
  • „Was können Städte und BürgerInnen zur Bewältigung des Klimawandels beitragen? … Wie könnte in einer Stadt wie München die „Alltagskultur der Nachhaltigkeit“ aussehen? Wie können wir Verantwortungsbewusstsein und Änderungswillen wecken?“
  • „Wie kann die nächste Generation in ein nachhaltiges Bewusstsein über Klimaschutz hineinwachsen? Welche kreativen Formen der Vermittlung gäbe es, die z.B. Freude an neuen Lebensstilen schafft?“

Umfangreiche Informationen über den Klimawandel stellt die Bundeszentrale für politische Bildung bereit: www.bpb.de

Dort kannst Du Dich u.a. über das Klimasystem, Ursachen und Folgen des Klimawandels und Klimapolitik informieren und Dich durch die Zeitleiste der internationalen Klimaverhandlungen klicken. Und Fragen beantworten beim Klimawandel-Quiz.

„Grünes“ Email-Postfach

April 7, 2015

Der wearewhatwedo-Blog hat jetzt ein „grünes“ Email-Postfach 🙂

Ich bin auf den Anbieter „Posteo“ aufmerksam geworden: Posteo ist ein unabhängiger Email-Anbieter mit Sitz in Berlin und fasst sein Angebot treffend zusammen: „Grün, sicher, werbefrei“

Grün? Grün!

„Unsere Server und Geschäftsräume werden zu 100% mit Ökostrom von Greenpeace Energy versorgt, der aus Wasserkraftwerken und Windenergieanlagen in Österreich und Deutschland stammt.“

Und das ist noch nicht alles: Das Team von „Posteo“ hat sich auch umfassend mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt:

„Wir möchten mit Posteo einen Impuls für mehr Nachhaltigkeit im Internet geben. Ein Mailpostfach bei Posteo spart Strom, CO2 und Atommüll und schont Ressourcen. Unsere Rücklagen werden durch die Umweltbank in ökologische Projekte investiert.“

Die Details kannst Du hier nachlesen:
https://posteo.de/site/nachhaltigkeit

Türchen 22: Wettervorhersage für das Jahr 2050

Dezember 22, 2014

Diese Wettervorhersage habe ich über www.love-green.de entdeckt:

„Normalerweise wagen Meteorologen nur einen Blick in die nahe Zukunft. Doch nun macht der ARD-Wetter-Experte Sven Plöger anlässlich des UN-Klimagipfels eine Ausnahme und moderiert die Wettervorhersage für den 7. August 2050. Wie das Wetter werden könnte, wenn wir nicht endlich handeln, zeigt der Film.“

Der Meterologe Sven Plöger schreibt und informiert auf seiner Internetseite auch zum Thema Klima/Klimawandel.

Klimasparbuch 2014 – Einladung zum klimafreundlicheren Leben

Januar 12, 2014

Willkommen in 2014! Heute starten wir auch mit dem wawwd-Blog rund um’s Einfach-die-Welt-Verändern endlich ins neue Jahr 🙂

Ich möchte euch heute das „Klimasparbuch“ vorstellen: Das ist ein kleines Ratgeber- und Gutscheinbuch, das dazu einlädt, Schritt für Schritt ein klimafreundlicheres Leben zu führen. Die Klimatipps umfassen die Bereiche

  • Gesünder essen und genießen
  • Bewusster leben und konsumieren
  • Nachhaltig unterwegs im Alltag und auf Reisen
  • Grüner und schöner wohnen
  • Ökologischer bauen und renovieren

Die Gutscheine für Gratis- und Rabattangebote reichen vom gratis Bio-Brot über Rabatte auf fair gehandelte Produkte bis zu einem kostenlosen Energie-Check.

Klimasparbuecher2014Foto-Quelle: www.facebook.com/klimasparbuch

Das Klimasparbuch ist dieses Jahr erhältlich für folgende Städte bzw. Regionen: Emsland, Frankfurt, Kreis Lörrach, München, Osnabrücker Land, Rostock und Umgebung, Schwäbisch Hall, Wuppertal. Es kostet 4,95 Euro und ist erhältlich in jeder Buchhandlung, bei den teilnehmenden Gutscheinanbietern oder direkt beim oekom-Verlag.

Alle Informationen rund um’s Klimasparbuch findest Du auf der Internetseite www.klimasparbuch.net.

Türchen 1: Zukunft denken und gestalten

Dezember 1, 2013

Letzten Sonntag war der Autor Jostein Gaarder zu Gast beim Literaturfest in München und hat sein neues Buch vorgestellt: In „2084 – Noras Welt“ erzählt er die Geschichte der 16jährigen Nora, die sich –  im Jahr 2012 lebend – Gedanken darüber macht, „wie die Welt im Jahr 2084 aussehen wird, wenn wir so weitermachen wie bisher“: mit Umweltverschmutzung und -zerstörung, mit Ausstoß von CO2 und anderen Klimagasen in die Atmosphäre… Welche Gefahren und Bedrohungen gehen für uns und unseren Planeten aus von Klimawandel und globaler Erwärmung?

Nora „stellt sich vor, was sie von ihrer Urenkelin Nova dereinst gefragt wird, was sie gegen die Zerstörung des Planeten Erde unternommen hat. Nora  ist tatkräftig: Mit ihrem Freund Jonas gründet sie eine Initiative zur Bewahrung der Natur.“

Buch 2084-Noras Welt

Jostein Gaarder erläuterte dem Publikum, dass es 20 Jahre nach dem Erscheinen von „Sofies Welt“ sein Wunsch war, die Themen „Umwelt“ und „Klima“ in Form einer Geschiche zu erzählen, um wichtige Einsichten unserer Zeit zu vermitteln. Er möchte erinnern: Die Zukunft, die er schildert, ist noch nicht passiert! Wir können etwas ändern und unsere Zukunft gestalten!

Eine Frage, die ihm aus dem Publikum gestellt wurde: „Did you change your habits yourself? – Haben Sie selbst Ihre Gewohnheiten geändert?“ Seine Antwort: „Yes! But we need not only change what we eat… We need to force politicans to change politics … We need to change society. – Ja! Aber es reicht nicht aus, nur unsere Essgewohnheiten zu ändern. … Wir müssen unsere Politiker zwingen, Politik zu ändern. … Wir müssen unsere Gesellschaft verändern.“

Lesung_JosteinGaarderJostein Gaarder (in der Mitte) bei seiner Lesung am 24.11.2013 in München

Auf dem Bucheinband wird Felix Finkbeiner von der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet zitiert: „Wer heute jung ist, wird 2084 erleben. Es liegt an uns , in welchem Klima.“

Lasst uns gemeinsam unsere Zukunft denken und gestalten!

Einladung zum CO2-Fasten

Februar 14, 2013

Frauke lädt gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen zum CO2-Fasten ein:

“Wir probieren aus diese 7 Wochen von Aschermittwoch bis Karsamstag (30. März) zu nutzen, um CO2 zu fasten und möchten Euch einladen, mitzumachen.

Nein, natürlich nicht das Atmen einstellen, sondern Gewohntes umzustellen   – und damit CO2 einzusparen. Sei es Treppenlaufen statt Fahrstuhl fahren, Second Hand statt neu, gemeinsam statt allein…

Die Idee ist, diese Wochen als Zeitrahmen zu nutzen, die eigenen Gewohnheiten  ruhen zu lassen und Neues zu probieren.  Es gibt irgendwo Studien, dass Alltagshandlungen, die 4-6 Wochen lang eingeübt werden, gute Chancen haben, neue Gewohnheiten zu werden. Wir freuen uns, wenn Ihr Lust habt, das in dieser Fastenzeit auszuprobieren. Wenn dies erste Experiment nicht in Deine aktuelle Situation passt – dann gibt‘s zum Ramadan (im Sommer) die Einladung zur nächsten gemeinsamen Runde.

Die CO2 Fastenaktion funktioniert so: Wir veröffentlichen jede Woche hier (= auf Facebook) drei Anregungen und Ideen. Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr Euch zudem auf der Facebookseite von Freunden, die bei der Aktion miteingestiegen sind,  über Eure Gedanken und Erfahrungen austauschen: www.facebook.com/impuls.net

Heute geht’s mit einer kleinen, persönlichen Bestandsaufnahme los. Eine Unterstützung hierbei kann das Errechnen des eigenen ökologischen Fußabdrucks sein z.B. http://www.footprint-deutschland.de/ Hier findest Du auch erste Anregungen, wo Du persönlich sinnvoll CO2 fasten könntest. Sammel doch für Dich ein paar Punkte, in denen Du (vielleicht eh schon länger) CO2 Fasten möchtest – und schau, welche davon Du in den nächsten 7 Wochen gerne anpacken möchtest. Gerne möchten wir am Ende dieser Fastenzeit eine gemeinsame Ideensammlung zusammen stellen und hieraus dann die Ramadanthemen wählen.

Viele Grüße Frauke mit ihren ArbeitskollegInnen in Kiel”