Archive for the ‘Aktion 74’ Category

(Un-)Zufriedenheit > Dankbarkeit

März 6, 2016

„Sei dankbar für das, was du hast“

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Ressourcenleichte Gesellschaft

Februar 21, 2016

Eine Gesellschaft in der deutlich weniger Ressourcen verbraucht werden als heutzutage – wie könnte diese aussehen?

Dieser Frage geht ein wichtiges und spannendes Forschungsprojekt nach: ressourcenleichte-gesellschaft.de

„Wir alle nutzen Ressourcen: für Ernährung, zum Wohnen, unsere Mobilität, beim Kaufen und Besitzen von Dingen usw. In den Industrie- und zunehmend auch in den Schwellenländern ist das Maß der Ressourcenbeanspruchung häufig weder sozial gerecht noch ökologisch dauerhaft verträglich: Der „Earth-Overshoot-Day“ – das ungefähre Datum, an dem unsere Nachfrage nach natürlichen Ressourcen das Angebot eines ganzen Jahres übersteigt und damit auch die Kapazitäten unseres Planeten, alle konsumierten Ressourcen abzubauen und zu erneuern – rückte in den letzten Jahren immer weiter nach vorn. Im Jahr 1987 war er Mitte Dezember erreicht, 2013 schon am 20. August. Hinzu kommen die unwiederbringlich aufgezehrten nicht-erneuerbaren Ressourcen.

Ein Treiber dieser Entwicklungen ist das hohe Konsumniveau in den industrialisierten Staaten. Zur Lösung dieses Problems dominierten bislang Konzepte zur Steigerung der technischen und wirtschaftlichen Effizienz, wie Verdopplung der Rohstoffproduktivität, Faktor 10 weniger Ressourcenverbrauch oder 100 % Treibhausgasneutralität im Energiebereich. Neben technologischen Veränderungen bedarf eine Transformation solchen Ausmaßes aber auch umfassender sozialer Veränderungen, denn häufig fehlen im öffentlichen Diskurs die Menschen in ihrer lebensweltlichen Realität, die diese Ideen individuell und im gesellschaftlichen Miteinander umsetzen.“

Ende Januar durfte ich an einem der Workshops teilnehmen, zu der u.a. das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie Z_Punkt, ein Beratungsunternehmen für Zukunftsfragen, eingeladen hatten. In diesem Workshop haben wir 5 Szenarien durchgesprochen und diskutiert, „welche Wege eine Gesellschaft nehmen kann, um ressourcenleichtes Leben – also einen Lebensstil, der die planetaren Grenzen berücksichtigt – zu fördern und umzusetzen.“ Wir haben uns die Fragen gestellt und beantwortet, welche Chancen und welche Risiken wir in dem jeweiligen Szenario bzw. Leitbild sehen, welche „Trend, Kräfte und Treiber … heute schon in diese Richtung gehen“, und welche Hindernisse und Barrieren existieren und einer ressourcenleichten Gesellschaft im Wege stehen.

Die Szenarien sowie die Ergebnisse der Workshops werden bald auf der Projektseite ressourcenleichte-gesellschaft.de veröffentlicht werden.

 

 

Filmtipp: Passion for Planet

Januar 31, 2016

Diese Woche ist der Dokumentarfilm „Passion for Planet“ in die (kleinen) Kinos gekommen: Ein Film über Natur- und Tierfilmer und wie sie die Natur sehen und filmen – und bewahren wollen.

„Es geht jetzt nicht mehr darum, Bäume zu umarmen oder Pandas zu retten. Es geht um uns. Die Menschen müssen begreifen, dass wir unseren Lebensstil radikal ändern müssen.“

 

Einladung zum Umdenken

Mai 10, 2015

Immer mehr, immer besser immer schneller? Kann/soll/darf/muss es immer so weitergehen?

Ich habe mir aus der Stadtbücherei das Buch „Stadt, Land, Überfluss“ von Jörg Schindler ausgeliehen, das ich heute vorstellen und empfehlen möchte:

StadtLandÜberfluss(2014 erschienen im Fischer Verlag, ISBN: 978-3-596-19888-7, €14,99, Leseprobe online verfügbar)

Der Autor lädt ein, sich die folgenden 10 Themen/Lebensbereiche genauer anzusehen:

Essen (immer billiger?), Körperkult (immer schöner?), Medizin (immer kränker?), Arbeit (immer mehr?), Reisen (immer weiter?), Fussball (immer teurer?), Autos (immer schwerer?), Shoppen (immer Alles?), Kommunikation (immer atemloser?), Alltag (immer schneller?).

„Und so wächst alles weiter. Das Bruttosozialprodukt und die Wirtschaft, … . Die Autos und die Straßen, auf denen sie fahren. Die Städte und die höchsten Gebäude. Der Fußballzirkus und andere sportliche Großereignisse. Die Telekommunikation, die sozialen Netzwerke, die Schar unserer digitalen Freunde sowie die weltweite Informations- und Datenmenge. Die Bildschirmdiagonale … .
Blöderweise wächst halt aber auch noch etwas anderes: die Zahl der prekär Beschäftigten, die Multijobber und der überschuldeten Privathaushalte. Staus, Luftverschmutzung und Lärm. Der Energieverbrauch… . Die weltweite Informations- und Datenmenge, die von Privatkonzernen und Geheimdiensten abgeschöpft wird. Der Ressourcenverbrauch und die gerodetet oder versiegelte Fläche. Fettleibigkeit, Allergien und andere Unverträglichkeiten im Leben.
Vor allem aber wächst in Wachstumsgesellschaften eines: die Unzufriedenheit.“

Jörg Schindler schreibt engagiert, spannend, unterhaltsam und macht deutlich, was schiefläuft in Gesellschaften, die voll auf Wachstum, Konsum und vermeintlichen Fortschritt setzen.

Und er schreibt ebenso von Menschen, die nach- und umgedacht haben“, „denen es nicht um Profit geht, deren Ziel nicht Wachstum um jeden Preis ist“.

Türchen 15: Teilnachten

Dezember 15, 2014

Ein wunderschönes Weihnachtszeit-Projekt: #teilnachten

„Jeder Mensch hat seine persönliche Weihnachtsgeschichte. Wir möchten diesen wunderbaren, oft ungehörten Geschichten Gehör schenken.
GEMEINSAM INNEHALTEN. STAUNEN. INSPIRIEREN LASSEN.“

Erzähle Deine Geschichte(n) auf www.teilnachten.de und lade Deine Freunde ein, ihre Geschichte(n) zu erzählen.

teilnachten_CoolIdeasSociety

„Wir alle haben es selbst in der Hand, ein Zeichen für mehr Verbindung, Nähe und Beziehung und weniger Hektik und Konsumwahn zu setzen. Also Weihnachten, wie es eigentlich sein sollte. Lade deine Freunde ein ihre eigene Geschichten zu erzählen oder lese deiner Familie zu Weihnachten aus diesem Geschichtenbuch vor. Teile deine ganz persönliche Geschichte mit deinen Liebsten. Wir glauben, dass Geschichten teilen glücklich macht.“
(die Initiatoren von www.teilnachten.de über ihre Gemeinschaftsaktion)

Lust auf weniger?

Februar 16, 2014

Heute möchte ich euch „Das Amt für Werbefreiheit und Gutes Leben“ vorstellen. Die Aktiven der Initiative haben „Lust auf weniger“ (Konsum), sie stellen fest „Niemand soll immer mehr haben müssen“  und setzen sich daher ein für einen werbefreien öffentlichen Raum. Hier das Video von der Eröffnung im letzten Jahr inkl. Interviews.

 

Echtes Glück bringen statt Glück kaufen

März 8, 2013

Unter anderem inspiriert von der Bayern 3-Aktion, möchte ich euch einen interessanten Aspekt des Glücks aufzeigen:

Hast du dich auch schon mal dabei ertappt wie du dir „Glück“ gekauft hast, oder zumindest kaufen wolltest? Bestimmt. Fast jeder von uns wünscht sich Glück und kauft sich unterbewusst immer wieder mal „vermeintliches“ Glück. Seien es Zigaretten, Schokolade, ein Lottoschein, eine feine Hotelübernachtung, ein Wellness-Urlaub, eine Massage und vieles andere mehr.

Was würde denn aber geschehen, wenn wir vielleicht hin und wieder auf diese „Kaufen von Glück“ verzichten und für den selben Geldwert einem lieben Menschen etwas schenken/schicken?

Z.B. statt Zigaretten, Schokolade, Lottoschein, einen tollen Brief verschicken oder eine Einladung zum Essen oder einem Glas Wein aussprechen. Statt der feinen Hotelübernachtung, womöglich ganz allein, die Übernachtung jemand schenken oder dazu einladen, oder einfach mal Blumen verschicken oder einem guten Freund etwas nützliches schenken bzw. Dinge verschenken, die du gar nicht mehr brauchst. Statt dem Wellnessurlaub, lieber ein ganz gemütlicher Natururlaub in einem kleinen Dorf und dafür viele viele tolle Postkarten&Briefe an alle Freunde schicken und Ihnen liebevoll ausgesuchte kleine Urlaubsgeschenklein mitbringen. Statt eine Massage zu kaufen, einen lieben Freund oder Freundin fragen ob ihr euch gegenseitig massieren und gute Berührungen schenken wollt…..und vieles andere mehr…..

Du wirst sehen, das Glück kommt dann vielleicht nicht schnell zu dir zurück, aber es kommt deutlich mehr und echtes, nachhaltiges Glück zu dir, wenn du weniger Glück kaufst sondern, erstmal Glück verschenkst und „glücklich“ machst.  🙂

Wer Glück teilt und bringt, um den herum wird die Welt voller Glück sein ❤

Sebastian

Weniger kann mehr sein!

Juli 23, 2012

Der Club of Rome hat im Juni sieben Thesen zum (Wirtschafts-)Wachstum veröffentlicht: „Wachstum? Ja bitte – aber 2.0!“ so lautet die Forderung.

Ich möchte euch daraus die 7. These vorstellen, die mich besonders angesprochen hat und von der ich überzeugt bin, dass sie jeder von uns umsetzen kann:

7. Positive Leitbilder für nachhaltige Lebensstile

Verbesserte Umwelttechnologien und veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen sind unverzichtbar für die Lösung unserer globalen Herausforderungen. Doch das alleine wird nicht genügen. Wir müssen verstehen lernen, welcher Ressourcenverbrauch mit unserem Konsum einhergeht und das zum Anlass nehmen, eingefahrene Konsummuster zu überdenken.

Jeder soll lebenslang Entwicklungsperspektiven haben, die aber nicht mit stetiger Zunahme des Umweltverbrauchs verknüpft sind. Konsum ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um ein humanes und erfülltes Leben zu ermöglichen – für dieses Ziel kann Konsum
nie Ersatz sein.

Wir brauchen positive Leitbilder für nachhaltige Lebensstile. „Voluntary Simplicity“ kann ein Leitprinzip werden auf dem Weg zu mehr Glück und weniger Verbrauch. In allen Weltreligionen findet sich ein Aufruf zur Mäßigung beim Konsum. Wir könnten allen Menschen weltweit einen beachtlichen Wohlstand ermöglichen und dennoch im Einklang mit der Natur leben, wenn wir Exzesse vermeiden, Fehlentwicklungen korrigieren und positive Leitbilder etablieren. Weniger kann mehr sein!

Nichtstun und Hoffnungslosigkeit sind gefährliches Gift gegen eine Wende zum Guten. Denkmuster können durchbrochen werden, Menschen können sich und ihre Gewohnheiten ändern – dafür gibt es viele Beispiele. Wir sollten die Herausforderungen als Chance begreifen,
die eigenen Prioritäten zu überdenken und die Folgewirkungen unseres Konsums zu betrachten, ohne dabei zu moralisieren. Nachhaltiger Konsum schont die Umwelt, ermöglicht ein besseres Leben für Menschen in ärmeren Ländern, verbessert die Lebensbedingungen unserer Kinder, und kann uns selbst erkennen helfen, dass Weniger auch Mehr sein kann.

Jeder kann seinen Beitrag leisten – Konsumenten, Bürger, Unternehmer, Politiker. Fangen wir damit gleich heute an, denn innerhalb von nur einer Generation muss der Wandel vollzogen sein!“

(aus der Publikation „Wachstum? Ja bitte – aber 2.0“ des Club of Rome, verfügbar unter folgendem Link: www.clubofrome.de/weitere-initiativen.html)

 

Genau, lasst uns anfangen, weitermachen, dranbleiben, Vorbilder sein, einfach die Welt verändern!

Kaufen für die Müllhalde

August 20, 2011

Bitte nehmt euch 1:15 Std. Zeit für diese sehenswerte Dokumentation:

„Heute gekauft und morgen schon Schrott? Die Haltbarkeit technischer Produkte ist oft kurz. Teilweise ist dies von den Herstellern gewollt, doch auch die Haltung vieler Verbraucher hat sich verändert. ARTE schaut auf die Wegwerfgesellschaft.“

Die Dokumentation wirft viele Fragen auf, Fragen rund um unser eigenes Konsumverhalten. Fragen rund um unsere Konsum-, Wachstums- und Wegwerfgesellschaft. Sie zeigt deren Folgen auf. Und: Sie zeigt Lösungsansätze.

Aufmerksam geworden bin ich auf die Dokumentation über den Newsletter der Initiative für Nachhaltigkeit der Universität Duisburg-Essen.

„Vermögen bedeutet, etwas Sinnvolles zu tun“

Juni 27, 2010

Unter dieser Überschrift berichtet spiegel.de zum Thema Wirtschaftsethik:

“ … Der Soziologe Druyen leitet den europaweit einzigen Lehrstuhl für vergleichende Vermögenskultur an der Sigmund-Freud-Privatuniversität in Wien. Er beobachtet und befragt regelmäßig Wohlhabende nach ihrem Verhältnis zu Geld und ihrem gesellschaftlichen Engagement, seine Studienobjekte sind die 500 reichsten Deutschen.

Druyens These: Es gibt einen Unterschied zwischen „Reichen“ und „Vermögenden“. Der ersten Gruppe geht es um maximale Gewinne, die zweite gibt einen Teil ihres Geldes in Form karitativen Engagements an die Gesellschaft zurück. „Reichtum bedeutet, etwas zu haben. Vermögen bedeutet, etwas Sinnvolles damit zu tun“, bringt Druyen es auf den Punkt. …

Mit seinen Forschungen trifft Druyen einen Nerv der Zeit. Denn in der Finanzkrise fällt die Elite vor allem durch gierige Banker auf, weniger durch ehrbare Kaufleute. Und die Kluft zwischen Reich und Arm wird immer größer. Die Kernfrage von Druyens Untersuchungen: Wie kann man wirtschaftlichen Erfolg und Ethik langfristig miteinander vereinbaren? … “

zum vollständigen Artikel auf spiegel.de

zur Homepage des Instituts für Vergleichende Vermögenskultur und Vermögenspsychologie