Archive for the ‘Aktion 79’ Category

Es gibt keine Ausrede, nichts zu tun

April 23, 2016

Heute ist Welttag des Buches. Ich lade euch ein, eine Stelle aus den Erinnerungen von Will Schwalbe „An diesem Tag lasen wir nicht weiter“ (2012) zu lesen:

Suite Francais [von Irene Nemirovsky] ist das Buch eines Flüchtlings über Flüchtlinge und den Alltag unter einer Besatzungsmacht. […]
„Ich fühle mich einfach schuldig, weil ich nicht mehr tue“, sagte ich. „Ich meine, es ist so leicht, Suite Francaise zu lesen und zu denken: ‚Warum haben die Leute in Amerika nicht mehr gewusst und getan?‘ Aber ich lebe jetzt, und es passieren all diese Dinge – Kindersoldaten und Genozid und Menschenhandel -, und ich tue kaum etwas dagegen.“

Mom drehte ihr Kinn nach links und kräuselte die Lippen […] „Natürlich könntest Du mehr tun – du kannst immer mehr tun, und das solltest du auch -, aber wichtig ist, zu tun, was dir möglich ist, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. Du gibst ja Dein Bestes, und mehr kann man nicht verlangen. Zu viele Leute nutzen es als Ausrede, dass sie meinen, nicht genug tun zu können, um dann gar nichts machen zu müssen. Dabei gibt es überhaupt keine veritable Ausrede, um nichts zu tun – selbst wenn man nur eine Petition unterzeichnet oder eine kleine Spende leistet oder eine erst kürzlich ins Land gekommene Flüchtlingsfamilie zum Thanksgiving einlädt.“

„Und was ist mit teuren Restaurantbesuchen und solchen Sachen?“, fragte ich […].

„Es ist schon in Ordnung, sich selbst auch mal etwas zu gönnen, sofern man es sich leisten kann, aber niemand braucht so etwas tagtäglich. Es sollte etwas Besonderes bleiben. Wenn du zu den glücklichen Menschen gehörst, die sich solche Fragen stellen, dann bedeutet es, dass du die besondere Verantwortung trägst, dafür zu sorgen, dass du auch etwas tust.“ […]

„Viele meiner Freunde sagen, sie würden gern etwa tun, aber sie wüssten nicht, wo anfangen. Was antwortet man solchen Menschen?“

„Nun“, sagte Mom, „die Leute sollen ihre Talente nutzen. Wer in der PR-Branche tätig ist, könnte einer Wohltätigkeitsorganisation in diesem Bereich helfen. Und natürlich brauchen Hilfsorganisationen immer Spendensammler. Da kann jeder helfen. Zu mir kommen immer wieder Leute mit einer Berufsausbildung – Banker, Anwälte -, und die hätten am liebste sofort einen bezahlte Job in der Flüchtlingshikfe. Denen sage ich: ‚Würdet ihr denn jemand einstellen, der keine andere Qualifikation mitbringt, sondern nur im Bereich Flüchtlingshilfe gearbeitet hat, um als Banker in eurer Bank zu arbeiten oder einen Fall vor Gericht zu vertreten? Das ist ein richtiger Beruf.‘ Also rate ich solchen Menschen, erst einmal ehrenamtlich tätig zu werden oder Geld zu spenden und dann zu entscheiden, ob sie eine entsprechende Ausbildung machen wollen. Aber wenn jemand wirklich helfen will, dann ist Geld die schnellste Möglichkeit, auch wenn man sich nur eine kleine Spende leisten kann.“

Dann fügte Mom noch lächelnd hinzu: „Und es gibt etwas, das man Leuten, die mehr über die Welt erfahren wollen und nicht wissen, wie sie ein unterstützenswertes Projekt finden sollen, sagen kann. Man kann ihnen immer raten zu lesen.“

 

Türchen 15: Eine Suchmaschine für Verbände, Vereine, Stiftungen und NGOs

Dezember 15, 2015

… bietet responti aus Berlin an:

Auf responti.com können sich Verbände, Vereine, Stiftungen und NGOs eintragen – und über eine Suche nach Ort und Thema gefunden werden. Bisher sind hauptsächlich Organisationen aus Berlin eingetragen  – aber das lässt sich ja ändern 🙂 Mach das Engagement Deiner Organisation sichtbar!

 

Türchen 3: Mach mit beim MapMyDay

Dezember 3, 2015

Heute am 3.12. startet die Kampagne „MapMyDay„, die die Soziahelden in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen haben:

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„Mach mit bei“MapMyDay“ – einem globalen sozialen Event für mehr Barrierefreiheit! Wir brauchen deine Unterstützung! Denn: Stufen sind eine alltägliche Barriere für Millionen von Menschen weltweit – ob mit Rollstuhl, Gehhilfe oder Kinderwagen. Start ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Hilf mit und trag mit ein paar Klicks auf der Online-Karte Wheelmap.org ein, ob die Orte in deiner Umgebung mit Rollstuhl zugänglich sind oder nicht. Lass uns gemeinsam so viele Orte wie möglich erfassen!“

 

Gestalte Deinen Lebensraum

April 18, 2013

Eine Inspiration aus dem „brennstoff„:

Menschen vergessen oft, „ihren unmittelbaren Lebensraum zu pflegen und ernst zu nehmen.“

„In unserem Leben gibt es so viele Entscheidungen, die über unsere Köpfe hinweg gefällt werden. Meist haben wir gar keine oder fast keine Chance auf Mitbestimmung und Gestaltung. Aber in unmittelbarer Umgebung gibt’s immer Möglichkeiten zum Mitgestalten. … Jede und jeder hat dazu Möglichkeiten in seinem Lebensraum und in seinem Freundeskreis.

Dazu einige Checkfragen:

Wie geht’s den alten Leuten in meiner Umgebung mit der Einsamkeit? (Achtung! Die Einsamen übersieht man leicht.)

Wie geht’s den alleinerziehenden Müttern in meiner Umgebung? (Achtung! Diese sind die größte Gruppe in der Armenstatistik. …)

Wie geht’s der Natur in meiner Umgebung? (In Wirklichkeit leben wir alle von der Natur. Nicht vom Geld. Das Geld ist nur ein Werkzeug.)

Wie geht’s den Handwerksbetrieben und den wirklichen Nahversorgern? (Die bekommen die Kredite, die sie benötigen, von den Banken meistens nicht.)

Was können wir also tun? Wir können etwas von unserer Zeit verschenken. Wir können unsere Hilfe anbieten. Wir können in Kleinbetriebe, die wir in unserer Umgebung so dringend brauchen, (wenigstens ein bisschen) Geld investieren. Und so weiter und so fort. Ihr merkt schon, es gibt viel mehr Möglichkeiten als wir glauben.“

Lasst uns unsere Möglichkeiten nutzen und unsere Lebensräume aktiv gestalten!

Türchen 10: Spende Dein Können

Dezember 10, 2012

Heute möchten wir dieses bemerkenswerte & inspirierende Video mit euch teilen:

Ein blinder Mann sitzt in einer Fußgängerzone auf dem Boden. Neben sich hat er eine Blechdose stehen und ein Pappschild, auf dem geschrieben steht: „Ich bin blind. Bitte hilf.“ Nur vereinzelt werfen ihm Passanten Geldmünzen hin. Eine junge Frau geht vorrüber, sieht das Schild, stutzt, ergreift das Schild und schreibt etwas anderes auf die Rückseite, stellt es so neu beschriftet wieder neben den Mann. Sie spricht nicht mit dem Mann, er ertastet ihre Schuhe, sie geht davon.
Nun sieht man, wie jeder Passant dem Mann etwas Kleingeld gibt, seine Blechdose füllt sich.  Irgendwann kommt die Frau zurück, bleibt vor dem Mann stehen. Er ertastet ihre Schuhe, erkennt sie wieder. „Was haben Sie mit meinem Schild gemacht?“, fragt er sie. „Ich habe dasselbe geschrieben. Aber in anderen Worten.“, antwortet sie ihm. Er versucht ihre Antwort zu begreifen, nickt, bedankt sich bei ihr, die Frau geht.
Auf das Pappschild hatte sie geschrieben: „Es ist ein wunderschöner Tag und ich kann ihn nicht sehen“.

Wem spendest Du in diesem Advent Deine Zeit und Dein Können? Erzähl‘ uns davon!

Zeit spenden

Juni 18, 2011

Gestern habe ich Zeit gespendet. Bereits im März hatte mein Arbeitgeber am Marktplatz Gute Geschäfte München teilgenommen und verschiedene Gute Geschäfte mit gemeinnützigen Organisationen und Einrichtungen ausgehandelt. Eines dieser Guten Geschäfte: Die Organisation, Durchführung und Begleitung eines Familientages für Kinder und Jugendliche und deren Eltern, die von „Artists for kids – Projekt für kreative Jugendhilfe“ unterstützt werden.

Gestern war es nun so weit: Bei sonnigem Wetter fand der Familientag statt, wir (Kolleginnen und Kollegen, Betreuer von Artists for kids, Kinder, Jugendliche und Eltern) waren viel draußen und haben verschiedene Spiele, Übungen, Herausforderungen gemeistert, uns (besser) kennen- & viel voneinander gelernt, lecker gegessen und eine schöne gemeinsame Zeit verlebt 🙂

Dieser Tag, diese Zeitspende war eine tolle Erfahrung und ich freue mich schon auf eine nächste Gelegenheit.

 

Was ist dein Moment der Hilfe?

Oktober 8, 2007

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Welche Erlebnisse und Erfahrungen haben Sie gemacht? Gibt es Momente, die Sie nie vergessen werden? Wir rufen „Helfende“ und „Hilfebedürftige“ auf, sich zu beteiligen und ihre besonderen Begegnungen im Alltag aufzuschreiben. Bei dem Schreibwettbewerb WendePunkte geht es um besondere Momente. Um Hilfsmomente, in denen die „Rollen“ der Beteiligten sich vielleicht verkehren. Egal wie kurz oder für andere Menschen nebensächlich der Moment war. Uns interessieren Ihre Erlebnisse und Erfahrungsberichte über Situationen, in denen Hilfe zur Begegnung zwischen zwei Menschen wird.

Eine prominent besetzte Jury wählt die 20 besten Beiträge aus. Die besten Beiträge werden in einem Buch veröffentlicht. Und die ausgezeichneten Autoren und Autorinnen werden zur Begegnung nach Berlin eingeladen.

Mehr Infos und Teilnahmebedingungen